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Körnerkissen selber machen

Körnerkissen selber machen


Leidet ihr auch an Verspannungen im Schulter-Nackenbereich? Für meine Verspannungen ist ein warmes Körnerkissen echt eine Wohltat. Was liegt da näher, als sich ein Körnerkissen in der gewünschten Größe selbst zu nähen? Dieses Nähprojekt ist kostengünstig zu realisieren und ist wirklich einfach zu nähen, daher ist es auch gut für Nähanfänger wie mich geeignet.

Diese Dinge benötigt ihr für solch ein Körnerkissen…

  • Stoff oder Stoffreste (4 x die gewünschte Größe eures Kissens)
  • ganze Körner z.B. Roggenkörner von Allnatura…gibt’s bei DM
  • Nähmaschine, Nähgarn, Stecknadeln
  • Schere

Wer lieber ein Kirschkernkissen nähen möchte, kann das Kissen natürlich auch mit Kirschkernen füllen. Ich persönlich mag Körner lieber, da diese nicht so hart sind. Ich empfinde es als angenehmer, wenn man sich auf das Kissen legt.

koernerkissen-selbst-naehen-naehanleitung

So näht ihr euer Körnerkissen…

Zunächst müsst ihr euch überlegen, welche Größe euer Körnerkissen haben soll. Meins hat eine Größe von 18cm x 50cm und 4 Körnerkammern. Ich finde das ist eine gute Größe, um den kompletten Schulter-Nackenbereich zu wärmen. Natürlich muss die Form auch nicht unbedingt ein Rechteck sein. Ihr könnt Körnerkissen in allen möglichen Formen herstellen. Wie wäre es beispielsweise mit einem Körnerkissen in Herzform für euren Liebsten zum Valentinstag? Aber jetzt zurück zu meiner Anleitung für ein rechteckiges Kissen.

Zunächst schneidet ihr euer Körnerkissen nach folgendem Schnittmuster zu. Das Schnittmuster habe ich selbst skizziert, deshalb hoffe ich, ihr versteht es und es besteht keine Garantie auf Richtigkeit :-). Ich habe es zumindest so aufgezeichnet und zugeschnitten und es ist ein schönes Körnerkissen dabei rausgekommen.

schnittmuster-koernerkissen-mit-bezug

 

Schneidet also zunächst euer Körnerkissen zu. Faltet den Stoff einmal und malt euch ein Rechteck mit den Maßen 18cm x 50cm auf. Das ist die spätere Größe des Kissens. Schneidet nun in 1cm Abstand von dieser Linie euren Stoff zu. Dreht den Stoff dabei rechts auf rechts, so dass die linke Seite außen ist. Näht nun entlang der langen Seiten gerade entlang, so dass ihr einen Schlauch bekommt, der auf der einen Seite offen ist. Nun diesen Schlauch wenden.

Teilt euren Schlauch nun in 4 gleich große Teile und markiert diese. Bei meinen 50 cm mache ich nach jeweils 12,5cm eine Markierung. Wiegt jetzt 4 x 200g Portionen Körner ab. Füllt die erste Portion Körner in das Kissen und näht euer Kissen an der ersten 12,5cm-Linie senkrecht hab, so dass die Körner in dieser „Kammer“ eingeschlossen sind. Mit der 2., 3. und 4. Portion Körner genauso verfahren. Bei der 4. Abnähung habe ich die Enden ins Innere des Kissen eingeschlagen und dann genäht. Das Ende des Kissen sieht dann schöner aus und franzt vor allem nicht aus, wenn die Schnittkanten schön im Inneren versteckt ist. Das Körnerkissen ist nun schon fertig und wäre gebrauchsfertig!

So näht ihr den abnehmbaren Bezug…

Sicherlich findet ihr es auch ganz praktisch, wenn das Kissen einen abnehmbaren und waschbaren Bezug hat. Solch ein Bezug ist ganz einfach zu nähen. Zunächst schneidet ihr wieder euren Stoff zu. Dieser Schnitt muss ein klein wenig breiter als euer Körnerkissen sein, da die Körner ein wenig auftragen und das Kissen gut in den Überzug passen sollte. Von der Länge her sollte es ein gutes Stück länger sein, da ich am Ende eine Lasche nähe, die ich umschlage und in die ich das Kissen stecke…so wie bei Kissenbezügen. Es soll ja nicht rausfallen. Ich hoffe ihr versteht was ich meine :-). Die Länge meines Überzugs ist gefaltet 56cm.

Faltet eure Stoffband nun auseinander und schlagt beide kurzen Seiten 2 Mal ungefähr 1 cm um und näht diese ab. Ich habe auf der rechten, äußeren Seite genäht. Der gefaltete Stoff verschwindet in meinem Kissen.

Jetzt fehlen nur noch 2 Nähte. Ich habe den Stoff rechts auf rechts, also die Seiten die außen sein sollen, aufeinander gelegt und das Körnerkissen dazwischen. Euer Bezug sollte sich jetzt ein wenig überlappen. Richtet die Öffnung an einer kurzen Seite aus und steckt diese mit Stecknadeln an beiden Seiten fest. Anschließend an beiden langen Seiten gerade entlang nähen. Den Bezug wenden und euer Körnerkissen hinein stecken. Fertig ist euer Körnerkissen!

Wenn ihr euer Kissen verschenkt, solltet ihr einen kleinen Hinweis zur Benutzung anbringen, denn bei zu starker Erhitzung kann das Kissen Feuer fangen. In der Mikrowelle kann das Körnerkissen bei 600 Watt ungefähr 3 Minuten erwärmt werden. Wenn es mir nicht warm genug ist, dann packe ich es aber nochmal für eine Minute in die Mikrowelle, aber nie unbeaufsichtigt. Im Backofen kann man das Kissen auch erwärmen, aber dazu habe ich keine Erfahrungswerte. Das Kissen kann außerdem auch zum Kühlen verwendet werden. Dafür müsst ihr es einfach für 1 Stunde in einer Plastiktüte in die Tiefkühltruhe stecken.

Ich hoffe, ihr versteht meine laienhafte Anleitung. Solltet ihr irgendetwas nicht verstehen, zögert nicht mir zu schreiben :-).

Viel Spaß beim Nähen und viel Freude mit dieser !


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Über Stephi von Herzbotschaft

Stephi - liebt Cappuccino mit Herzchen und Obstsalat zum Frühstück, ist 32 Jahre alt und wohnt im Norden Bayerns, verschenkt gerne persönliche Aufmerksamkeiten und freut sich über Kommentare und Anregungen: [email protected]

12 Kommentare

  1. wirklich super-toll deine Kissen. Die werden hundert Prozent nachgemacht
    Die kalte Jahreszeit kommt wieder und dann werden sie uns gut tun.
    LG

  2. Vielen vielen Dank für diese wunderbar übersichtliche Beschreibung.
    Es hat alles super beim ersten Versuch geklappt und war selbst für mich als Afänger sehr gut machbar.
    Vielen lieben Dank.
    Lg

  3. Eigentlich eine sehr gute Anleitung, doch bei mir wollte es nicht so recht klappen. Ich habe alles nach Anleitung gemacht, nur als ich die mit Körner gefüllten Kammern zunähen wollte, blieben die Körner nicht in der Kammer und sie sind alle unter den Nähfuß gerutscht oder komplett rausgefallen.
    Hat je,and ein Tipp, wie dies nicht passiert? Ich bin echt am verzweifeln, müsste es nochmal komplett auftrennen.
    Es soll ein Weihnachtsgeschenk für meine Mama werden und das sollte natürlich dann auch schön aussehen…

    • Wichtig ist, die Körner gut zur Seite zu schieben und die beiden Stofflagen gut zusammen zu stecken. Und dann langsam nähen. Du kannst aber auch 2 doppelt feststecken. Dann hast du quasi beim nähen immer noch eine „Sicherheitreihe festgesteckt“. Ich hoffe du verstehst was ich mein ?. Viel Erfolg und liebe Grüße, Stephi

  4. Hallo,
    ich verstehe den Überzug nicht so ganz. Ich schneide 56*21 cm aus. Wobei eine kurze Seite im Stoffbruch liegt. Die beiden langen Seiten zusammennähen und an der offenen kurzen Seite 1cm rumschlagen und nähen und dann wieder 1cm rumschlagen und nähen? Wo stecke ich mein Innenkissen rein, damit es drin bleibt?
    Hilfe…

    LG

  5. danke für diese schöne Nähanleitung, werde sie bald ausprobieren
    für mein Enkelkind was im Januar geboren wird, ist das erste und bin
    schon ziemlich aufgeregt. ganz herzliche grüsse deine Petra

  6. Hallo Stephi,
    Eine kleine Frage, ist es egal welcher Stoff das Körnerkissen hat bzw sollte ich auf was bestimmtes achten beim kaufen von dem Stoff für Überzug und Kissen ?
    LG Hannah

    • Hallo Hannah,

      ich habe 100% Baumwolle verwendet. Damit funktioniert es meiner Meinung nach gut. Künstliche Fasern würde ich nicht verwenden. Die Gefahr, dass der Stoff in der Mikrowelle schmorrt oder anfängt zu brennen wäre mir zu groß. Mit Baumwolle kann man denk ich nichts falsch machen :-).

      LG Stephi

  7. Tolle Kissen machst Du! Deine Beschreibung ist wie man es macht ist prima. Danke! LG

  8. Ich verstehe die Teile nicht ganz. Brauche ich insgesamt 2 teile am Stück wie bei der Skizze oder insgesamt 4 ? Wie es oben steht. Danke und grüße

    • Ich habe meinen Stoff im Bruch gelegt…also gefaltet und habe daher 1 x das Innenkissen und 1 x den Bezug zugeschnitten.
      Alternativ kannst du auch ohne Bruch zuschneiden, dann wären es 4 Teile.

      Ich hoffe du verstehst was ich meine :-).

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